Markier

In Würde sterben

Mehr und mehr Menschen berichten offen über aktive Sterbehilfe, die sie ihren geliebten Angehörigen gegeben haben, um sie von unerträglichem körperlichen Leiden, ohne Aussicht auf Verbesserung, zu erlösen. Da assistierte Selbsttötung und aktive Sterbehilfe in Deutschland bisher strafbar sind, machen z.T. zweifelhafte Organisationen im Ausland auf sich aufmerksam, um den Menschen in ihrem Wunsch nach Selbsttötung zu helfen.

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Die letzte Entscheidung - Selbsttötung

Essay

Die Möglichkeit der Selbsttötung berührt aber auch viele Ängste über Missbrauch. Der Mensch wünscht sich einerseits die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie viel Schmerz und Leiden er ertragen möchte, hat aber auch Angst davor, eine falsche Entscheidung zu treffen oder anderen diese letzte Entscheidung über Leben und Tod aufzubürden, sollte er selbst nicht mehr bewusst in der Lage dazu sein.


Sukhi spricht mit Veetman,
beide sind Leiter des Instituts für Leben und Sterben


Frage: Menschen, die sich selbst töten, scheinen in verschiedene Kategorien zu fallen. Es gibt die zutiefst Deprimierten und es gibt diejenigen, die Selbstmord für das begehen, was sie einen höheren Zweck nennen (wie z.B. einige spirituelle Gruppen in verschiedenen Ländern) Wann fühlst du, dass Selbsttötung vertretbar ist, und wann nicht?


Antwort: Fast niemand bringt sich um, weil er nicht leben will. Die meisten Menschen bringen sich um, weil sie zu viel vom Leben wollen und diese Absicht durch äußere Umstände vereitelt wird - sei es durch eine unheilbare Krankheit, oder eine Krankheit, die bis an ihre Grenzen behandelt wurde, und man bleibt zurück, nur mit einem vagen Wissen um das, was ein Leben sein könnte. Da sind immer noch Empfindungen und Bewusstsein, aber die Wahrnehmungen sind mit Schmerz, und das Bewusstsein mit Erschöpfung, Depression und Unglück erfüllt.

Mein Gefühl ist, es ist Ungeduld, sich selbst aus mentalen Gründen, aus einer Depression heraus zu töten. Wir alle wissen, dass sich die Gedanken wieder verändern, wenn wir nur eine Minute warten. Das Denken verändert sich wie das Wetter, die Wolken teilen sich, und die Sonne scheint wieder, unerwartet.

Es gibt Alternativen, und solange es Alternativen gibt, ist Selbsttötung einfach sehr voreilig. Wenn man jedem mit einer tödlichen Diagnose eine Flasche mit blauen Pillen gäbe, und man sagte ihnen: „wann immer du willst, kannst du diese Pillen nehmen“, sie würden länger leben und viele würden sogar wieder gesund werden. Weil sie die Sicherheit hätten, jederzeit auszusteigen, könnten sie um 4 Uhr morgens sagen:“ ich kann es noch einen Tag länger aushalten, denn ich habe immer diesen Ausweg“.

Wir sprechen über seelischen Schmerz, von dem die Menschen glauben, dass nur der Tod der Ausweg ist, aber Depression kann sicherlich medikamentös behandelt werden. Doch es gibt gewisse Ebenen körperlichen Schmerzes, physische Degenerierung, bei denen es keine Heilungschancen gibt- so wie bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose- Lou Gehrig Syndrom ), oder bei fortgeschrittenen Krankheiten, wie z.B. AIDS.

Und wenn du nicht selbst mindestens einen Monat lang nur im Bett gelegen hast, kannst du nicht wirklich beurteilen, wie es ist, in einem Bett zu liegen, dass du nicht selbst verlassen kannst, du kannst vielleicht nicht mehr sprechen, du kannst vielleicht noch nicht einmal klar denken. Du hast vielleicht niemanden um dich, der dir hilft oder dich berät, oder nur deine Hand hält, wenn du durch schwere Zeiten gehst.

Ich verstehe, dass sich diese Menschen ihr Leben nehmen, weil das körperliche Gefährt in seinen Funktionen nicht mehr länger aufrechterhalten und das Leben selbst im Inneren nicht mehr als Leben erkannt werden kann. In diesem Fall glaube ich, dass es sehr heikel ist, zu sagen, sie sollten es nicht tun.


Selbsttötung rechtlich zulassen?


Frage:: Bist Du für Gesetze, die eine assistierte Selbsttötung zulassen?


Antwort: Grundsätzlich ja, aber die Auseinandersetzung damit hat viele subtile Aspekte. Ich befürworte Selbsttötung nur aus körperlichen Gründen( s.o.), nicht bei emotionalen oder psychologischen Schwierigkeiten.

Das Thema ist heikel und muss von Fall zu Fall betrachtet werden. Ich habe Menschen erlebt, die dachten, dass sie sterben mussten, und habe gesehen, wie sie Rituale oder spirituelle Praktiken ausgeführt haben, die ihnen erlaubten, einen bewussten Tod zu haben.

Wie viele Menschen kennen vorher den Moment, an dem sie sterben werden? Nur Menschen, die die Todesstrafe bekommen, oder Menschen, die sich selbst töten.

Und wir sollten auch sehen, dass, sich das Leben freiwillig zu nehmen, selbst wenn wir es Selbstmord nennen, in fast jeder Kultur geehrt wird – wie es z.B. auf dem Schlachtfeld geschieht, wenn es zum Schutz eines anderen Menschen geschieht. Wie ein großer Zenmeister, Dzogchen, sagte, erschaffst du kein Karma, indem du Selbstmord begehst. Du erschaffst Karma durch die Weise, wie du dich selbst tötest. Wir wissen bereits, dass alle Reaktionen, alles Karma, jeder weiterführende Impuls, von der Absicht hinter der Handlung kommt.

Ein buddhistischer Mönch saß auf den Straßen Vietnams und übergoss sich mit Benzin, um darauf aufmerksam zu machen, dass hunderttausende von Kindern im Dschungel Vietnams mit Napalm verbrannt werden. Oder es gibt den Fall eines 87- jährigen Mannes, der sich lieber selbst tötet, als die vierte Chemotherapie über sich ergehen zu lassen, weil er weiß, dass dies seine Frau in bittere Armut stürzen würde.


Handlungen aus Liebe


Frage:: Viele Menschen widersprechen der Selbsttötung bei lebendigem Leib der buddhistischen Mönche und Nonnen. Sie sagen, dass sie auf andere Weise viel nützlicher hätten sein können. Was ist deine Meinung dazu?


Antwort: Ich glaube, dass Handlungen, die für das Wohlergehen anderer fühlender Wesen getan werden - nicht aus einem Gefühl des „Nicht- genug- Seins“ heraus, sondern aus einem Gefühl des „Genug- Seins“, aus einem Gefühl der Liebe und Ganzheit heraus - die Handlungen in dieser Welt sind, die am ehesten mögliche positive Ergebnisse erzielen können.

Ich mache mir Gedanken darüber, dass jemand, der dies liest, sagen könnte: „Ich könnte genau so heilig sein wie die Nonne oder der Mönch, wenn ich dasselbe täte“. Nein! Denn jeder muss vorher durch sein eigenes inneres Minenfeld gehen. Wenn jemand anderes dies täte, könnte es Angeberei, Theater sein. Sie könnten sagen: „Mensch, das ist eine sexy Art zu sterben. Ich werde mich selbst verbrennen“.

Einige Tode sind Ausdruck von großem Geben. Aber ich bin überzeugt, dass nur wenige Menschen dazu in der Lage sind. Ich glaube, dass die meisten Menschen sich selbst töten, um andere zu bestrafen, bewusst oder unbewusst. Ich bin sicher, dass sich kaum jemand mit einer klaren Absicht tötet.


Frage:: Wenn es ein Gesetz gäbe, das assistierte Selbsttötung erlaubte, würdest du dem irgendwelche Einschränkungen setzen?


Antwort: Ich würde die Erlaubnis auf das Körperliche begrenzen. Wenn jemand sich aus anderen Gründen selbst tötet, warum andere Menschen mit einbeziehen? Es wird alles sehr kompliziert: menschlich, ethisch und auch rechtlich, wenn du damit anfängst, andere deine Last für dich tragen zu lassen.


Schmerzen als Lehrmeister


Frage: Indem wir mit unserem Leiden in Berührung bleiben, empfangen wir eine wirkliche Lehre, selbst wenn wir furchtbar leiden und an Selbsttötung denken. Was genau ist diese Lehre?


Antwort: Schmerz kann uns viel lehren. Schmerz ist ein gegebener Teil unseres Lebens, aber psychologisches Leiden kommt vom Widerstand gegen den Schmerz. Und wenn es keinen Schmerz in der Welt gäbe, gäbe es auch kein Mitgefühl. Und wenn wir nicht diesen Zustand von Mitgefühl erfahren würden, würden wir unvollständig bleiben.

Und Schmerz macht noch etwas anderes. Schmerz bringt Trauer in unser Bewusstsein. Inmitten des körperlichen Schmerzes können wir die Stimmen von Trauer hören: Misstrauen, Selbstmitleid, ein generelles Gefühl von Bestürzung, von Bodenlosigkeit. Schmerz gibt uns die Gelegenheit, an den Dingen zu arbeiten, sie an die Oberfläche zubringen, die sehr tief sitzen. Das gibt uns die Möglichkeit, die Teile von uns mit Mitgefühl und liebevoller Freundlichkeit zu berühren, die wir in uns verbannt haben, denen wir mit Hass begegnet sind.

Schmerz verschafft uns also Zugang zu unserem unterdrückten Leiden, wenn wir bereit sind, daran zu arbeiten. Aber du musst nicht damit warten, bis du einen 1000 Kilo schweren Schmerz erlebst. Du kannst an den täglichen kleinen Schmerzen arbeiten, die dein Leben einsam oder unerfüllt machen, deine Liebe blockieren oder dich in Selbsthass gefangen halten. All die Dinge, die wir leicht unterdrücken können. Es sind kleine Dinge, die unser wertvolles Leben ausmachen, an denen wir bewusst arbeiten können, um uns zu befreien, so dass wir die Fähigkeit erlangen, unser Herz für Mitgefühl, selbst in unserer inneren Hölle, zu öffnen.

Denn du weißt, dass es nicht nur dein eigener Körper ist, der da von Schmerz geschüttelt liegt.

Was, wenn es deine 5 Jahre alte Tochter ist? Wie bleibst du präsent, wie verhinderst du es, dass sich dein Zehen in deinen Schuhen verkrampfen, dass sich deine Seele nachts nicht zusammenzieht vor Schmerz und Hilflosigkeit? Wie kannst du deinen Bauch entspannen? Wie hältst du den Kontakt in Liebe aufrecht, anstatt in Furcht, anstatt in Wut gegen Gott? Anstatt in völliger Verwirrung, Angst, Hilflosigkeit und Vergessen?

Was ich sagen will, ist, dass all diese innere Arbeit nicht nur für unser eigenes Wohlbefinden ist, es ist zum Guten für alle lebenden Wesen.


Was tun, wenn sich der Freund töten will?


Frage: Wie gehst du damit um, wenn jemand, der tiefen körperlichen Schmerz erleidet, zu Dir kommt und sagt: ich denke daran, mich selbst zu töten? Breitest du einfach die Möglichkeiten vor Ihnen aus und gibst ihnen die Freiheit zu wählen? Oder ermutigst du sie auf die eine oder andere Weise?


Antwort: Ich zeige die Optionen auf, und zeige Ihnen die Praktiken, die man bei körperlichen und seelischem Schmerz anwenden kann. Ich zeige ihnen den Wert auf, der darin liegt, mit den Dingen bewusst zu arbeiten, wie sie sind

Ein Beispiel ( hier geht es um psychologischen Schmerz, nicht um körperlichen).

Eine Frau kommt und sagt: Alzheimer tritt sehr stark in meiner Familie auf. Die letzten 20 Jahre meines Lebens habe ich gegeben, um für meine Mutter, Vater, eine Schwester und einen Bruder zu sorgen, alle von Ihnen bekamen im Alter von ca. 50 Jahren Alzheimer. Einer lebte 11 Jahre, ein anderer 7 Jahre. Ich habe mein Leben für meine Familie und Alzheimer gegeben.

Jetzt bin ich das letzte Familienmitglied. Ich bin 52 und lebte niemals wirklich mein eigenes Leben. Als mein Vater vor einem Jahr starb, dachte ich, dies ist der letzte, ich habe mein Leben wieder. Und dann begann ich, einige der Symptome, die ich bei Ihnen sah, bei mir zu bemerken. Es gibt niemanden, der für mich sorgen würde. Ich werde nicht durch all dies hindurchgehen, irgendwo in einem zufälligen Krankenhaus, in einer dunklen Ecke, nach Urin riechen und mein Hemd beschmutzen. Das werde ich nicht tun. Ich habe gesehen, wie es ist, ich werde mir jetzt das Leben nehmen, ich werde all das nicht aushalten müssen.

Ich sage: Warum nimmst du dir jetzt das Leben? Genau in diesem Moment, sieh mal, wie lebendig du jetzt bist. Du bist noch völlig ein ambulanter Patient, du bist völlig gegenwärtig. Du bist etwas vergesslich, aber es ist nicht so schlimm, dass du nicht an den Unterhaltungen teilnimmst, die passieren.

Warum nutzt du deinen Geist nicht für Heilung auf der Ebene, die dir möglich ist. Dieses Wesen, das so bereit ist, wegzulaufen und sich zu töten, lass es einfach für eine Weile allein mit sich sitzen. Warum verbringst du nicht eine ruhige Zeit mit dir selbst? Schau in dein Herz. Höre auf das, was „die kleine stille Stimme im Inneren“ genannt wird. Und sieh, was deine Seele für deine Heilung tun kann.

Sechs Monate später sah ich sie wieder, und sagte: „Erstaunlich, du lebst noch?“ Eine tolle Weise, jemanden zu begrüßen. “Du bist noch am Leben“? Sie lachte. Ich sagte „Was hast du gemacht?“. Sie sagte: „Ich kam in Euer Seminar, um mich danach umzubringen. Aber ich verließ es mit der Bereitschaft, eine andere Alternative zu versuchen. Weil du nicht sagtest: „Bring dich nicht um“, musste ich nicht darüber argumentieren. Ich konnte es einfach beiseite legen, ich musste es nicht mit Spannung, Angst und Selbstverurteilung betrachten. Ich konnte mein Herz sich weiter für andere Alternativen öffnen lassen, denn du hast es in jener Situation nicht verschlossen.“

Ich fragte sie: „Was hast du getan?“ Sie sagte: „ ich nahm meine blauen ( Selbsttötungs-) Pillen und legte sie in meine schönste Kristallschale über dem Kamin. Und daneben legte ich einen Zettel mit den Worten: Wenn du nicht mehr weißt, wofür diese Pillen sind, dann nimm sie!“

So hat sie es für sich gemacht. Andere Menschen haben andere Wege, damit umzugehen. Aber ich bin der Meinung, einem Menschen das Recht zu nehmen, sein/ ihr Leiden in ihrem Körper selbst zu verringern, ist faschistisch.


Heilung und tiefer Frieden durch die Beschäftigung mit dem Tod


Frage: Du hast viele Jahre mit dem Thema Tod, Sterben, Trauer und der entsprechenden spirituellen Bewusstseinstransformation verbracht, Menschen in der Sterbebegleitung ausgebildet und Sterbende begleitet. Was hast du dadurch als wesentlich für das menschliche Leben erkannt?

Wie siehst du das Thema des körperlichen Todes jetzt, nachdem du soviel Sterblichkeit gesehen hast, soviel Kampf, Hingabe, Loslassen, Mut und Menschlichkeit, und Du hast bestimmt auch verzweifelte Todeskämpfe miterlebt ?


Antwort: Ich habe mich tatsächlich einen großen Teil meines Lebens mit Menschen beschäftigt, die sterben, sehr krank oder in tiefer Trauer sind, also mit Menschen, die auf eine Weise einen Sterbeprozess durchleben. Ich habe dabei erstaunliche Dinge in diesen Prozessen beobachtet: Heilung, tiefen Frieden erzeugende Lebensrückschau, Qualitäten wie Kreativität und liebevolle wahre Menschlichkeit, und auch Menschen, die durch ihre umfassende Öffnung für ein bewusstes Leben mit Liebe und Meditation wieder gesund wurden.

In mir ist etwas gewachsen, das ich Mitgefühl nenne, und das mir hilft, mein Leben als wirklich sinnvoll zu sehen, und mir den Mut gibt, wirklich alles in mir sterben zu lassen, was meine tiefe Liebe zum Leben und allen Menschen bis zu diesem Moment verhindert (ich nenne es das Ego). Und etwa anderes ist gewachsen: eine tiefe Erkenntnis, ein Wissen, dass meine wahre Natur niemals sterben kann.

In dieser Erkenntnis stirbt nur die Angst vor dem Leben. Die Energie, die bisher in Angst gebunden war, verwandelt sich in Liebe und die bewusst erfahrene Einheit mit dem Ganzen.

Ich möchte den Menschen, die dafür offen sind, folgendes sagen: Es ist wirklich schade, dass diese Einsicht, wenn überhaupt, meistens erst am Ende eines Lebens geschieht. Wie wunderbar wäre es, wenn sie schon mitten im Leben erlangt werden könnte, so dass auf dem Totenbett nicht so ein Gedrängel nach Leben wäre, so dass da nicht so viel Anspannung wäre, so viel Ungesagtes, so viel Zeit- und Leidensdruck, viele Briefe zu schreiben, so viele Ton- und Videoaufnahmen für die Hinterbliebenen zu machen, so viel Wiedergutmachung, so viel Verzeihen geschehen muss, und so viele Meditationen gemacht werden müssen, usw.

Also schlagen wir den Menschen, die diese Art von spiritueller Intelligenz und einen tiefen Wunsch nach völliger Freiheit von Angst und Vergangenheit haben, vor, damit nicht bis zum letzten Moment zu warten, sondern unsere innere Arbeit jetzt zu tun, vor unserem physischen Tod.

Warum nehmen wir uns nicht jetzt die Zeit, und beginnen damit, uns anzuschauen, wie es wäre, wenn wir jetzt von unserem Tod in einem Jahr wüssten. Welche Veränderungen würdest du in deinem Leben vornehmen? (ich meine nicht, z.B. deine Arbeit zu kündigen, denn das würdest du in dieser Übung nicht machen).

Ich habe gesehen, wie dadurch Beziehungen geheilt wurden, Kinder und Eltern, Familienmitglieder wieder zusammenkamen, sich vergeben konnten, und Liebende sich wirklich im Herzen begegneten.

Es ist wichtig, die Aufmerksamkeit unseres Bewusstseins auf diese Themen zu richten, solange wir noch die Kraft, die Wachheit und den Mut dazu haben. Im wirklich letzten Jahr unseres Lebens ist unsere Konzentrationskraft oft geringer, es könnte Ablenkungen durch die Nebeneffekte von Medikamenten geben, oder durch die Auswirkungen der Krankheit selbst.

Wenn du also ein wertvolles, gutes letztes Jahr deines Lebens haben möchtest, dann solltest du nicht warten. Dein rationaler Verstand wird die Tatsache deiner Vergänglichkeit aufschieben bis zum letzten Atemzug. Die Arbeit daran muss jetzt geschehen. Wir haben wirklich nur die Gegenwart dafür.




Veetman und Sukhi leiten Seminare und Ausbildungen über spirituelle Sterbebegleitung. Ihre Website www.leben-sterben.de ist eine Fundgrube an Hilfen rund ums Sterben.

 

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Auf den Essays finden sich Informationen zu Körper, Geist und Gefühlen und wie wir sie wahrnehmen können. Experten schreiben über Körpertherapien wie Tibetan Pulsing, über Bogenschießen oder Selbsthypnose als Weg zur Meditation.