Markier

Artikel vom 10.Feb.2008

Markier

 

Kindern von Religion erzählen?

Ist es nicht sinnvoll, Kindern etwas über Religion zu erzählen? Würde es ihnen nicht gut tun, etwas von Jesus oder Buddha zu erfahren?

In Liebe, Dankbarkeit und Leichtigkeit leben

Tipps

Religion kann nicht gelehrt werden, weder Kindern noch Erwachsenen. Religion kann nur erfasst werden. Wenn du ein religiöses Leben lebst – und damit meine ich nicht das Leben eines Christen oder Buddhisten... Unter einem religiösen Leben verstehe ich ein Leben voller Liebe, Gebet, Feiern, Leichtigkeit und Dankbarkeit. Wenn du ein religiöses Leben lebst, dann werden das die Kinder mitbekommen.

Du kannst nur in einer religiösen Weise leben, die das Kind langsam verinnerlichen wird. Kinder sind verletzlich, sehr flexibel und auch sehr aufmerksam. Und sie sind immer bereit, dazuzulernen. Wenn sie etwas von ungeheurer Schönheit spüren, dann lernen sie es gerne, sie trinken es, sie nehmen es zu sich und verarbeiten es.

Wenn du in einer ehrfürchtigen Stimmung bist, lass das Kind mit dabei sein. Wenn du tanzt, lasse das Kind mit dabei sein. Bald wird es mittanzen – Wie sollte das Kind einem glücklichen Tanz widerstehen können? Lasse das Kind erfahren, dass das Leben anmutig ist. Lasse das Kind wissen, dass das Leben nicht nur Leid ist, sondern auch viele ekstatische Momente hat. Lasse das Kind erfahren, dass Lachen gut ist und göttlich. Diese Dinge müssen nicht erzählt werden. Sie müssen von dem Kind gefühlt und verinnerlicht werden. Du musst nur die Schwingung dafür erzeugen. Dann wird sich das Kind vieler Dinge bewusst werden, die nicht nur mit den physischen Augen gesehen werden können, denn du hast sein Einfühlungsvermögen gestärkt. Was du ihm erzählst, das wird vergessen. Wer erinnert sich schon an all den Müll, der uns als Kind erzählt wurde?

Ein Schüler fragte Jesus einmal: „Was ist Beten?“
Weißt du, was Jesus tat? Er fiel einfach auf die Knie und begann zu beten. Tränen liefen ihm über die Wangen. Das ist, was ich meine. Er erzeugte den Raum, um zu verstehen. Was muss da noch groß gesagt werden?
Als der Schüler das sah, fiel auch er auf seine Knie, denn zum ersten Mal fühlte er die unglaubliche Schönheit von Hingabe und die große Freude, dankbar dem Göttlichen gegenüber zu sein. Auch bei ihm begannen Tränen zu fließen. Beide weinten sie in Dankbarkeit.

Das ist der Weg zu lehren. Wenn du deine Kinder wirklich liebst, dann lebe in einer Weise, dass sie beginnen zu fühlen, dass es Dinge gibt, die nicht sichtbar und doch wirklich sind. Du brauchst kein Kind zu überzeugen. Es fragt dich nicht nach Erklärungen, es fragt dich nach existentiellen Erfahrungen.




Ein kleiner Junge gab die folgende Zusammenfassung der Bibelstunde:

„Da waren also diese Juden, die aus einem Gefängnislager in Ägypten ausgebrochen waren. Sie rannten und rannten, bis sie an einen großen See kamen. Die Gefängniswärter kamen immer näher. Also sprangen die Juden ins Wasser und schwammen zu einigen Booten, die auf sie warteten. Die Wächter hatten U-Boote und versuchten die Boote abzuschießen, aber die Juden hatten Minen gelegt und zerstörten damit all die U-Boote und machten den Weg zur anderen Küste frei. Jeder nannte den Admiral bei seinem Vornamen, Moses.“

Der Vater des Jungen fragte: „Sohn, bist du sicher, dass dir das dein Lehrer erzählt hat?“

„Papi,“ antwortete der Junge, „wenn du meine Geschichte nicht glaubst, dann würdest du die vom Lehrer bestimmt nicht glauben.“


Osho, The Fish in the Sea is not Thirsty, #5




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Kinder. Sei einfach Du selbst.

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