
Artikel vom 04.Apr.2008

Movie Meditation mit dem Horror Film
Endlich habe ich es geschafft, mir einen Horror Film mit Hilfe der Movie Meditation an zu sehen. Er hieß: "Wicker Man - Ritual des Bösen" mit Nicolas Cage. Durch die Movie Meditation wurde der unsägliche Film sogar ganz interessant ...
Auge in Auge mit der Angst
Es hat mich wirklich viel Überwindung gekostet, einen Horror Film anzusehen, denn ich bin ein Angst Typ. Einer von denen, die immer so tun, als hätten sie keine....
Ein Horror Film jedenfalls, zeigt mir mein wahres Gesicht - das der Angst. Angst vor dem Unbekannten, vor dem, was ich nicht verstehe, vor Bosheit und Verschwörung, davor, mein Leben durch unkontrollierbare Mächte zu verlieren ... na ja, die Palette der Ängste lässt sich weit fortsetzen, ihr kennt sie ja selbst.
Die Movie Meditation mit einem Horror Film ist etwas für Menschen mit Praxis im bewertungsfreien Beobachten, sprich meditieren. Es ist eine ganz ausgezeichnete Methode zu sehen, wo unsere verborgenen Ängste sitzen, wo wir nicht mit Dunkelheit umgehen können und das Böse im Anderen fürchten. Horror Filme spiegeln die schlimmsten Ängste und Erfahrungen, die wir wohl alle in unseren Knochen sitzen haben. Wir kennen die Situationen im Film aus dem täglichen Leben, wenn wir uns ausgeliefert fühlen, ohne Selbstbestimmung, ohne Kenntnis über die Realität der Dinge, in Ängsten und Sorgen ...
Sich Ängsten zu stellen ist schwierig, steckt es doch in unseren Knochen, diese möglichst weit weg zu schieben. Damit mich der Film nicht zu sehr aufregt, habe ich mir deshalb die Geschichte des Films vorher auf Wikipedia durch gelesen. So war es leichter, während des Films bei mir zu bleiben. Wenn ich weiß, wie der Film ausgeht, ist schon mal ein großer Teil der Angst weg und ich kann mich meinen kleineren Ängsten stellen.
Ich habe den Film immer wieder angehalten, tief geatmet und beobachtet, was in meinem Körper abläuft. Da ist eine Szene mit Bienen, die Kindheitsängste hochbrachte. Ich schaue der Szene zu und fühle, wo es sich in mir zusammen schnürt. Bei mir ist es in der oberen Brust Gegend. Aha, da sitzt also Angst. Ich halte die Szene an und komme zurück in meinen Bauch. Entspanne. Atme tief durch. Schüttele mich ein wenig und nehme das Gefühl der Angst wahr. Ich bin nicht die Angst, sie ist nur ein Gefühl in der Brust Gegend. Langsam, langsam verlegt sich die Aufmerksamkeit von der Angst zu dem, der sieht. Die Angst ist noch da, doch ihre lähmende Kraft hat sich verloren.
Sich unbewusst Horror Filme anzusehen, ist nicht zu empfehlen. Die Bilder steigen ins Unbewusste und verstärken Angst im alltäglichen Leben. Wer sich jedoch stark genug fühlt, sich mit Ängsten auseinander zu setzen, für den sind Auszüge aus Horror Filmen eine gute Hilfe, zu erforschen, was Angst eigentlich ist.
Die besten Gegenmittel gegen Angst sind Liebe und Mitgefühl. Wie man diese beim Filme schauen praktizieren kann, gibts dann in der Fortsetzung - wieder hier, in diesem Theater ...
Die Methode der Movie Meditation
Dauer der Meditation
Solange man möchte, wenn es ein guter Film mit Transformation ist, dann ist es empfehlenswert, bis zum Ende zuzuschauen.
Vorbereitung
Ungestört sein, Telefon abstellen, "Bitte nicht stören" an die Tür, es sich bequem machen, 2 Minuten lang die Augen schließen und nach Innen in den Bauch fallen, still sein.
Die Meditation selbst
Einen Spielfilm aufmerksam und wach anschauen. Die Aufmerksamkeit einerseits auf den Hauptdarsteller und andererseits auf sich selbst richten. Wahrnehmen, wenn sich die Aufmerksamkeit verliert und man ins Geschehen hineingezogen wird. Falls die Wachheit verloren geht, den Film anhalten, tief atmen und in sein Zentrum zurückkehren. Entspannen. Wieder zurück in dieses Zimmer, in diesen Körper kommen. Das kann man machen, sooft man möchte.
Wahrnehmen bei welchen Situationen die Wachheit verloren geht. Die dazugehörigen Körperreaktionen und Denkmuster erkennen. Mit ein wenig Übung kann man lernen, diese Situationen voll mitzuerleben und trotzdem unbeteiligt zu sein.
Stille genießen
Nachdem man den Spielfilm angesehen hat, etwa 10 Minuten lang still sitzen und fühlen, wie sich der Körper anfühlt. Was für Gedanken da sind, was für Gefühle. Entspannen. Und still werden.
Samarpan, FindYourNose.com
Die Sekunden Meditationen von FindYourNose.com
