
Artikel vom 09.Mai.2008

WOW - Ein Monat Erleuchtung Intensiv
Vom 11. Juli bis 11. August 2008 gibt es die Möglichkeit, eine Erfahrung fürs Leben zu machen - in der WOW, einem unglaublich intensiven und erhellenden Prozess in der Humaniversity in Egmond, Niederlande. Veeresh, der Leiter der Humaniversity, beschreibt das Abenteuer in einem Interview mit Chandrika. (Praktische Fragen und Antworten zur WOW)
Eine Erfahrung fürs Leben
Warum wird deine Gruppe, die einen Monat lang dauert, WOW genannt?
Wir hatten viele Namen dafür. Am Anfang gab Osho uns den Namen Bodhidharma. Dann veränderte sich der Name für den Monatsprozess über die Jahre hinweg. Er wurde Oshos Traum, Oshos Entzücken, Kicherschock, Gagaplex, Dahinschmelzen... genannt. WOW ist die letzte Kreation, denn das Wort WOW fasst alles zusammen, was in dem ganzen Monat passiert. Es ist eine Art von Erstaunen, überfließender Freude. Es ist kurz und es ist bedeutsam. Jeder kann es verstehen, welche Sprache auch immer er spricht.
Bilder von der letzten WOW...
und noch mehr Bilder ...
Was ist das Ziel von WOW? Warum dauert es einen Monat lang?
Das Ziel ist, unsere Teilnehmer erleuchtet zu machen. Wenn sie es nicht werden, dann ist das auch okay. Sie werden zu liebevollen Menschen und das macht mich glücklich. Und es dauert einen Monat lang, denn ich war mit einer Woche immer so frustriert, auch mit zwei. Wir entschlossen uns für einen Monat, der ideal sein wird.
Was meinst du mit „erleuchtet“?
Dass die Teilnehmer ihr volles Potential erreicht haben, ihr inneres Wesen erreicht, ihr Zentrum, den Sinn in ihrem Leben, ihr tatsächliches Sein. Ihre Liebenswertigkeit, ihre Fähigkeit zur Freude, ihre Erleuchtungsfähigkeit ... Ich liebe diese Worte.
Was passiert nach der WOW?
In welcher Weise ist WOW für den modernen Mann, die moderne Frau bedeutsam? Kann es die Lebensqualität meines eigenen Lebens verbessern? Wenn ich viel Bewusstheit über mich habe und die Art, wie ich mich in der Gruppe benehme und das fühle, wird das einen Effekt auf mein tägliches Leben haben?
Diese Frage ist schwer zu beantworten. Wenn ich nachdenke: Tut es das alles? Ja. Doch wir bekommen nur individuelle, subjektives Feedback, keine objektiven Informationen. Alle Teilnehmer sagen danach: Es war großartig, es war fantastisch.
Ich könnte einen Monat lang irgendwo an einem Strand verbringen. Warum sollte ich statt dessen zur WOW kommen? Wenn ich mich für einen Monat frei mache, dann muss ich mich auch darauf verlassen können, dass es auch wirklich was bewirkt.
Es wirkt. Und wir haben einen Strand nur fünf Minuten weg von hier. Falls du das Gefühl bekommst, dass du den Strand vermisst, der steht hier auch zur Verfügung.
Wir können beweisen, dass WOW funktioniert mit den Berichten, die wir von den Leuten bekommen. Sie schreiben uns, was in ihren Leben danach passiert. Außerdem machen wir den Prozess seit den letzten 30 Jahren und jedes Jahr kommen die Leute wieder, um noch mehr Erfahrungen zu machen. Die Leute kommen über Mund zu Mund Empfehlung.
Ich kann auch sagen, dass es funktioniert, weil ich die Transformation sehen kann, die bei den Teilnehmern passiert. Die Leute kommen hier herein und sind angespannt und ängstlich. Und sie gehen glücklich und freudig wieder weg. Ich kann sehen, wie sie die Leute verändern und sie sagen auch, dass sie es selbst spüren, wie sie sich verändern. Doch wir haben keine Statistik, die die Veränderungen objektiv beweist, wenn du das meinst.
Wir haben keine Statistik, doch wir beobachten die Leute jahrelang, ganz besonders die Leute, die in den Trainings sind. Wir können es sehen, wenn eine Person WOW mitmacht, dann verbessert sich die Qualität, wie sie mit ihren Freunden und ihren Peer Gruppen umgeht. Sie versteht ihre Schattenseiten mehr, ihre negativen Seiten. Und sie akzeptiert auch, dass sie ein guter Mensch ist. Sie ist liebenswert und sie kann Freunde haben. Wir trainieren die Leute, damit sie akzeptieren können, dass sie liebenswerte menschliche Wesen sind.
Ja, es dauert eine lange Zeit, denn man registriert das nicht so leicht am Anfang. Die Leute akzeptieren es nicht. Es klingt so einfach, aber sie müssen es erfahren, es fühlen, es muss in ihnen verstärkt werden. Dann kapieren sie es: „Es ist wahr, ich bin voller Liebe! Ich bin ein guter Mensch!“
Veränderungen in der Welt bewirken
Man kann sich WOW unter dem Aspekt ansehen, was er den Teilnehmern bringt, was aber, wenn ich mir um die Situation in der Welt sorgen mache?
Also, wenn die Leute sich über die wesentlichen Probleme Gedanken machen, die gerade in der Welt passieren – Umweltverschmutzung, Armut, AIDS, Krieg – dann wollen sie wohl auch die Welt verändern. WOW lehrt, dass Veränderung bei dir selbst beginnt. Dann kannst du die Dinge im Außen beeinflussen.
Das heißt, dass du zuerst dich selbst verändern musst, damit du fähig wirst, wenn es zu einer neuen Situation in der Welt kommen würde, diese auch aufrechtzuerhalten. Wenn du die selbe, alte Person bist, voll mit Gewalttätigkeit und Zerstörungswut... Selbst wenn sich eine neue äußere Welt gestelten würde, du wärest gar nicht dazu bereit, mit ihr mitzugehen.
Ja. Du kannst dich über die United Nations beklagen, doch hauptsächlich bist es du und deine Umgebung, die du verändern kannst. Ich bin immer total frustriert über die Welt. Ich hätte es gerne, wenn die ganze Welt sich hinsetzen würde und sagte: „Hey, lasst uns alles verbessern!“ Wir haben die Fähigkeit dazu. Wir haben alles, was wir brauchen. Wir haben das Geld dafür, die Technologie. Ich bin total frustriert, dass wir das Außen nicht verändern können. Es ist alles zur Verfügung, jeder weiß das.
Es kommt zurück zu den Punkt: Wenn sich etwas verändern soll, dann muss es sich erst in dir verändern. Das hat Osho gesagt und das ist eine große Einsicht. Wenn du die Welt um dich herum verändern willst, musst du erst Innen die Veränderung bewirken. Das ist das, was die WOW macht. Es ist eine tiefe Erforschung von Veränderung in dir, die dich durch alles was du in deinem Leben tust, folgen wird.
Intensität, Intensität, Intensität
Du sagst, dass die WOW sehr intensiv ist. Was bedeutet das und warum ist das wichtig?
Es ist sehr intensiv, denn die Leute untersuchen bis in die kleinsten Einzelheiten ihren mentalen, emotionalen und physischen Zustand. Aufgrund des Formats sind wir nicht durch Zeit begrenzt. Wir haben den ganzen Raum, jedes Gebiet in uns zu erforschen und das so lange wie wir wollen. Und wir müssen uns an keinen besonderen Weg binden.
Jeder Tag ist sehr intensiv und je länger die Zeit fortschreitet, umso intensiver wird es. Anfangs sind die Leute erschöpft. Dann bekommen sie ihren „zweiten Wind“ und dann passiert es: Sie beginnen zu entdecken, wie viel Reserve-Energie sie haben, um danach zu forschen, wer sie sind.
Viele Leute gehen in einen Workshop und haben Zeit nebenbei zu schlafen und ein Buch zu lesen und die Dinge zu verdauen. In diesem, einmonatigen Prozess bekommen sie eine Ahnung darüber, dass es keine Zeit gibt. Die Leute treten in eine andere Welt ein. Mit wenig Schlaf, viel Körperübung, viel Interaktion. Man erschöpft sich im Außen und dann kann man sehen, wer man Innen ist. Das ist der ganze Zweck davon. Nach einer Weile kontrolliert dein Denken die Ereignisse in deinem Leben nicht mehr, und du findest heraus, wer du bist.
Wir machen das, damit die Leute ihr Image fallen lassen. Sie können es nicht mehr aufrechthalten. Nach einer Weile wirst du authentisch so sein, wie du bist und das ist, was wir erreichen wollen. Deshalb gehen wir so einen intensiven und anstrengenden Weg.
Der moderne Mensch ist so Zeit-kontrolliert. Er hält seine Fassade aufrecht, denn er muss eine neue Deadline erfüllen, noch eine Verabredung einhalten... Ich denke, die zeitlose Zone im WOW gibt einer Person den Raum, loszulassen und nicht ständig mit ihrer Kontrolle beschäftigt zu sein.
Die Welt dreht sich ums Erreichen. In der Arbeit erfolgreich zu sein. Es zu schaffen, sich selbst zu ernähren. Wenn du nichts mehr erreichen musst, dann kannst du einfach hier in diesem Moment sein. Das ist sehr erfrischend. Anstatt dich um Morgen zu sorgen, wie du den Bericht bei deinem Boss abliefern kannst, oder wie du das Geld für deine Familie zusammen kriegst, kannst du diese Zeit benutzen, zu schauen, wer du bist. Wir machen diese ganzen Aktivitäten, damit die Leute im Moment bleiben können. Veränderung passiert im Hier und Jetzt.
Ein moderner Weg, zu meditieren
Es hat also ein wenig von Gehirnwäsche-Meditation. Es gibt dir neue Ideen und reinigt das Denken von alten Vorstellungen. So gesehen ist es, als ob dein Gehirn ein Bad nehmen würde, bei dem alles alte Zeug weggewaschen wird. Das ist erfrischend. Ab und zu musst du dein Denken sauber machen, das ist wie bei deinem Auto, das du ab und zu zur Überholung in die Werkstatt gibst.
Marathons – du machst einfach weiter
Du sagst oft von dir, du seist der König des Marathons. Was ist der Vorteil von Marathons und wie tragen sie zum spirituellen Leben bei?
Der Vorteil von Marathons ist, dass die Zeit selbst für dich arbeitet. Wenn du müde wirst, dann hast du weniger Widerstand in dir, du wirst authentischer. Und das Marathon Format erlaubt dem Leiter irgendeine Technik oder irgendeine Methode oder Ansatz zu nutzen, denn er hat alle Zeit zur Verfügung, die er normalerweise nicht hätte. Ich kann etwas so lange erforschen, wie ich möchte.
Ich mag es sehr gerne, eine Übung zu machen und dann zu sagen: „Jetzt machen wir alles noch mal.“ Auf diese Weise können die Leute sehen, wie sie sich verändert haben. Sie können sehen, dass sie am Anfang ängstlich waren und nachher können sie über ihre Angst hinaus gehen. Diese Marathons sind sehr wertvoll fürs Lernen. Sie sind ohne Druck.
Ohne Marathon benötigt eine Gruppe eine größere Dringlichkeit. Ich bin gewohnt, in einer 48 Stunden Struktur und länger zu arbeiten. Und das ist so ein Luxus für den Leiter und die Assistenten. Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen. Wenn ich einen normalen Workshop mache, bei dem die Leute schlafen, dann kann ich fast fühlen, dass die Gruppe noch nicht einmal begonnen hat und sie hört schon wieder auf. Der Lernprozess geht nicht so tief.
Wenn du etwas für eine ziemlich lange Zeit machst und du müde bist und nicht mehr zuviel denkst, dann kommst du in einen Zustand von Satori. Das ist der Zustand, wenn die Leute Dinge klarer sehen können. Dann siehst du die Realität von einem anderen Winkel aus. Einige Leute nennen es spirituelle Bewusstheit. Sie bewegen sich in eine andere Ebene von Bewusstsein. Marathons sind großartig dafür geeignet.
Die Leute erfahren viele Momente von WOW und AHA! Es ist ein Geschenk, sie in diesem Zustand zu sehen. Während des Prozesses stolpern sie plötzlich in sich und sehen „das bin ich auch“. Sie sehen eine tiefere Dimension von was sie sind. Ein höheres Bewusstsein, eine Verbindung zu allem. Das ist für mich Spiritualität. Du siehst die Wahrheit von allem, die Einheit von allem, die Liebe von allem.
Voneinander lernen
Welche Methoden benutzt du?
Die meist benutzte Methode ist die, mit anderen Leuten zu arbeiten. Die Anderen geben dir ein Spiegelbild von dem, der du bist. Was auch immer für eine Technik benutzt wird, meist bedeutet es, sich selbst über den Anderen zu sehen. Die AUM ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den Anderen benutzen kann, um zu sehen, wer du bist. Ich benutze die Anderen zur Belehrung. Meiner Meinung nach ist das ein guter Weg. Besser als der Versuch, die eigenen Ideen einzuflößen.
Die Leute werden gesehen, wie sie sind. Das ist für mich ein aufregender Weg mit ihnen zu arbeiten. Dann kann man irgendeine Technik benutzen, die das Bild vervollständigt. Wie schon gesagt, ist die AUM ein wunderbares Beispiel dafür. Nach der ersten Phase (Ich hasse dich) kommt die zweite Phase (Ich liebe dich) – all diese zwischenmenschlichen Dinge – und dann schaut man zurück und sagt: „Wer bin ich jetzt, nachdem ich all das Feedback bekommen habe?“
Die sozialen Meditationstechniken, die du erschaffen hast, bieten viele Situationen, wo sich die Leute im Zusammenhang mit anderen erfahren können...
Wir benutzen die modernsten Methoden, von denen wir wissen, dass sie funktionieren. Das zeigt sich immer wieder. Vor kurzem haben wir einen sehr tiefen Körper-Bewusstheit-Prozess gemacht, bei dem wir auch die OSHO Kundalini Meditation über einige Zeit hinweg machten, und auch Encounter Methoden. Wir nutzen zwischenmenschliche Techniken in vielerlei Hinsicht, von Familien Sketchen und Theaterstücken zum Saubermachen der Küche.
Dieser zwischenmenschliche Ansatz zu lernen bewirkt, dass du nach einem Monat bei dem du 24 Stunden, und auch wenn du schläfst, daran arbeitest, was mit anderen passiert, was passieren wird. Und du wirst in diesem Monat tiefe Beziehungen erschaffen. In der WOW stimulieren wir die Leute ständig, über die Anderen zu sich zu schauen.
Klingt nach einer Herausforderung.
Ja, das ist eine Herausforderung. Das ist nichts für schwache Herzen. Es ist nichts für Leute, die sagen: „Ich möchte meine Bequemlichkeit. Ich möchte es einfach haben.“ Dies ist eine sehr schnelle Welt und die einfachen Dinge kommen, nachdem du es wirklich intensiv versucht hast, dann kannst du entspannen. Viele Leute möchten ohne Anstrengung entspannen. Ich mag es, das Yang zu benutzen, um zum Yin zu gelangen, anstatt es umgekehrt zu machen. Es scheint so zu funktionieren.
Es ist nett, zu jemandem zu gehen und in seiner Gegenwart zu sitzen. Es fühlt sich an, als ob du seine Energie aufsaugen könntest. Doch wo bist du auf Dauer gesehen? Vielleicht ist er in einem großartigen erleuchteten Zustand und du versuchst seine Energie aufzusaugen und über dich zu stülpen, damit du der Selbe bleiben kannst. Aber das klappt nicht. Das ist wie Sirup auf Scheiße gießen.
Die Leute haben auch Gelegenheit, mit dir persönlich zu arbeiten – zum Beispiel in Frage-Antworten Sitzungen oder Einzel-Sitzungen. Was bringt ihnen das?
Ich bin eine wirklich einzigartige Person, ich kenne niemanden, der so ist, wie ich und ich habe 68 Jahre von Lebenserfahrung weiterzugeben. Es ist also ihr Vorteil, mit mir zu arbeiten.
Mit Eltern und Kindern arbeiten
Wie ist deine Arbeit mit Eltern und Kindern während der WOW?
Das Tan-Ju Programm lehrt Teenagern die Grundlagen des Lebens – Selbstliebe, Verantwortung, Bewusstheit, den anderen und die Welt um sich herum wertzuschätzen. Und in der Erwachsenengruppe kann ich hoffentlich die Eltern erwischen und ihnen beibringen, wie sie sich lieben können, anstatt ihre Trips an den Kindern auszulassen. Sie haben große Hoffnungen für ihre Kinder, doch hier können sie sich entspannen und ihre Kinder wertschätzen und lieben. Die Eltern müssen sich ansehen, wie ihre Erwartungshaltungen sich in den Weg zwischen sich und ihre Kinder stellen.
Wir lehren Leuten, wie sie liebenswert sein können, denn das ist die Basis. Wenn sie liebenswert sind, dann können sie auch die Welt als liebenswert erkennen. Die Teenager müssen das Gleiche lernen, denn offensichtlich haben sie es noch nicht verstanden.
Eltern sollten von ihren Kindern erwarten, was sie ihnen geben. Wenn sie Ehrlichkeit möchten, dann sollten sie absolut ehrlich mit ihren Kindern sein. Wenn sie möchten, dass ihre Kinder offen sind und ihnen von sich erzählen, dann müssen sie selbst offen sein und sich mitteilen. So lernen Kinder und Eltern miteinander und das erschafft einen erstaunlichen Weg, in einer Familie zu haben. Eine einzigartige Famile, wo die Eltern und Kinder nicht nur Eltern und Kinder sind, sondern liebevolle Freunde. Dann wird sich gegenseitig unterstützt.
Das ist, was wir hier tun: Wir lehren Erwachsenen, wie liebenswert sie sind und wir lehren ihnen, das anzunehmen, zu erforschen und dafür zu arbeiten. Und wir lehren den Kindern das Gleiche. Es ist wunderschön, wenn sie es beide zusammen verstehen.
Kinder haben Erwartungshaltungen ihren Eltern gegenüber: Sie möchten, dass sie sie in Ruhe lassen und ihnen bedingungslose Unterstützung geben. Die Eltern möchten, dass sie aufwachsen und gesund sind und glücklich. Die Eltern tragen weiter, was sie von ihren Eltern mitbekommen haben.
Eltern müssen es selbst sein, was auch immer sie von ihren Kindern haben wollen, denn das ist, wie die Kinder lernen. Sie geben das zurück, was sie durch ihre Eltern erfahren. Eltern können viel reden, doch wenn sie nichts tun, dann funktioniert das nicht.
Es ist einzigartig für unsere Schule, dass die Kinder hierher kommen können und erforschen, wer sie sind. Sie können sich deutlich ausdrücken, was sie voneinander wollen, was sie sich erhoffen und wünschen. Ich mag es, Eltern und Kinder zusammen hier zu sehen, besonders, wenn sie die AUM miteinander machen. Das ist ganz erstaunlich.
Ja, das ist ein ziemlicher Schritt aus der Bequemlichkeit. Sie lassen die Schutzhüllen fallen und zeigen ihre Gefühle. Dazu wird eine Menge Mut gebraucht.
Wir zeigen den Kindern auch, wie sie lernen können, wie sie in den Prozess gehen können, sich selbst zu reflektieren, wie sie sich erforschen können. Und wenn wir es mit den Teenagern machen, die sich selbst erforschen wollen und den Erwachsenen, die es auch für sich machen, dann ist das ein großes Feld von Sehen Wollen.
Eltern und Kinder können sich auch gegenseitig mehr respektieren, im Gegensatz zu den normalen Erwartungshaltungen und Forderungen, die erfüllt werden sollen.
Ja, ich wünschte, es hätte ein Tan-Ju Programm gegeben, als ich aufwuchs. Du kannst deine Kinder nicht ihr ganzes Leben lang an der Hand halten. Das Tan-Ju Programm gibt ihnen eine dauerhafte Grundlage, indem es ihnen zeigt, wie die Dinge funktionieren: Freundschaft, Kreativität, Liebe – alle Konzepte. Wir stecken sie in eine Situation, wo sie das Fundament für den Rest ihres Lebens bekommen.
Freundschaft ist ein wichtiger Aspekt von dem, was wir hier tun. Freunde geben sich nicht auf. Kinder und Eltern schätzen dieses Konzept gleichermaßen. Meine Mutter ist 95 Jahre alt und sie lebt hier mit uns. Alles was ich mache, ist, sie mit Liebe zu überschütten. Ich versuche ihr zu geben, was sie auch immer möchte oder braucht. Sie verdient es.
Ein Schmelztiegel
Ich hörte, dass deine Trainees und Studenten ebenfalls die WOW mitmachen werden. Passt das dann für jemanden, der das erste Mal in der Humaniversity ist?
Ja, das ist einer der Schönheiten von WOW und der Gruppen, die wir hier machen. Wir sind fähig, eine Mischung von Leuten zusammen zu bringen, egal ob es Neulinge sind oder alte, erfahrene Groupies. Das ist einzigartig.
Viele Gruppen funktionieren mit Leuten auf der gleichen Erfahrungsebene. Wir stecken jeden in den gleichen Topf und das macht das Ganze sehr reichhaltig. Wenn jeder in der Gruppe aus der gleichen Kategorie kommt, mit dem gleichen Hintergrund, den selben Erfahrungen, dann ist das meiner Meinung nach, ziemlich steril. Ich mag einen totalen Kreis von dem, was in der Welt passiert.
Wenn man alle Leute miteinander vermischt, dann ist das großartig fürs Dazulernen. Die Neuen lernen von den erfahrenen Leuten, und diese wiederum lernen, indem sie anderen ihre Erfahrungen weitergeben. So geht es immer weiter.
Die Erfahrenen können sich selbst in den neuen Leuten erkennen. So, wie diese hereinkommen, ohne irgendetwas zu kennen. Das gibt ein Verständnis über ihr eigenes Wachstum und ihre Bewusstheit: „Oh, ich war in dem gleichen Drama wie dieser Typ, und ich bin einen langen Weg gegangen.“
Ich bin froh, dass wir alle möglichen Leute hier haben können, die super Empfindsamen, keine Psychotiker jedoch, denn es ist sehr schwierig mit ihnen zu arbeiten. Aber jeder andere, der fähig ist, hierher zu kommen, das Programm zu verstehen, den Willen dazu zu haben und das Geld ... Wir sind bereit, mit jedem zu arbeiten, denn die Leute, die kommen, wollen es wirklich, sie möchten an sich arbeiten.
Und wir vermischen alle miteinander. So kannst du hier Leute mit Essstörungen finden, Drogenabhängige, Alkoholiker, Spieler, gesellschaftliche Unruhestifter, Persönlichkeitsgestörte ... das ist alles sehr aufregend. Wir mögen auch die normalen Leute hier. Wir lieben das große Spektrum. Es gibt nicht viele Plätze, wo man das machen kann.
Du arbeitest mit einem Team von Assistenten, die alle sehr unterschiedlich sind. Die Leute können also auch viele verschiedene Verbindungen mit ihnen haben.
Erfahrung mitten aus dem Leben
Warum müssen wir während dieses Monats alle zusammen leben? Kann ich nicht woanders wohnen und dann jeden Tag zur WOW kommen?
Ein großer Anteil des Lehrens hier findet im Gruppenraum statt und der Rest von unserer Arbeit passiert, wenn du den Gruppenraum verlässt. Wir haben eine vollständige, lehrreiche Umgebung. Alles, was du tust, von der Küche bis zu den Toiletten, von unserem Unterhaltungszentrum zum Café, den Studios und Computer Räumen ... Alles ist darauf abgestellt, zu lernen.
Wenn du den Gruppenraum verlässt, dann bedeutet das nicht, dass die Gruppe vorbei ist. Die Gruppe geht immer weiter, besonders während der WOW. Die Gruppe hört nie auf. Sie läuft 24 Stunden am Tag, denn du beteiligst dich ganz am gemeinsamen Leben. Darauf bestehe ich. Es ist sehr intensiv, sich selbst in dieser Art zu sehen und das ist es, was es aufregend - im besten Sinne - macht.
Ich mag es nicht, wenn Leute im Hotel übernachten und dann hierher kommen und so nicht Teil der lebenden Dynamik hier sind. Hier schaust du dich selbst in einer Weise an, in der du dich niemals zuvor gesehen hast. Du setzt dich dem Feedback von Leuten aus, die du nicht kontrollieren kannst. Du kannst keinen Vertrag abschließen: „Ich sage dir nette Dinge, du sagst was Nettes zurück, wir halten uns an diesen Vertrag und beschützen uns gegenseitig.“
So funktioniert das nicht. Du bekommst einen vollen, ehrlichen Schwall ab von dem, was du bist. Das ist aufregend und erfrischend, denn das bekommst du in der Welt nicht. Die Leute sitzen vor dir und lächeln dich an und sagen dir nicht, was sie wirklich von dir denken. Hier haben sie die Gelegenheit, dir direkt und geradeheraus zu sagen, was sie fühlen und wie sie dich sehen. Dieser Prozess von Bewusstheit über sich selbst ist eine aufregende Art einen ganzen Monat zu verbringen.
Was du im Gruppenraum lernst, das musst du auch außerhalb anwenden können. Wenn nicht, dann funktioniert der Lernprozess nicht. Wenn du hierher kommst und etwas lernst, dann nach Hause gehst und weitermachst, wie zuvor... Das ist keine Veränderung. Du musst anwenden, was du lernst. Hier lernst du etwas im Gruppenraum und dann wendest du es in der Gemeinschaft an, in der du einen Monat lang lebst.
Das nennt man „therapeutische Gemeinschaft“, in der die Leute außerhalb der Gruppenraumes darüber lehren und lernen, wer sie sind und sich gegenseitig Feedback geben. So wird die WOW zu einer Erfahrung mitten aus dem Leben.
Praktische Fragen und Antworten zur WOW
WOW
Ein Monat Erleuchtung Intensiv
Termin: 11. Juli - 11. August 2008
(Auf Anfrage kürzere Buchung möglich)
Workshopgebühr: € 3.300,-
Veranstaltungsort: Egmond aan Zee, NL
Humaniversity Foundation
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