Markier

Artikel vom 06.Nov.2007

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Arbeitsdruck loswerden

Wie kann sich der Druck lösen, der uns in der Arbeit belastet? Die Lösung liegt nicht im Außen, sondern bei uns selbst. Man muss sich absichtlich und bewusst in meditative Momente hineinbegeben.

Eine Stunde täglich für sich selbst

Tipps

Wenn eine Person nicht wenigstens eine Stunde am Tag meditiert, dann wird Neurose in ihrem Leben kein Zufall sein; sie wird sie sich selbst erschaffen. Eine Stunde am Tag sollte ein arbeitender Mensch von der Welt verschwinden und in sein eigenes Wesen eintauchen.

Eine Stunde lang sollte man so alleine sein, dass nichts mehr in einen hineinkommt - keine Erinnerung, kein Gedanke, keine Vorstellung. Eine Stunde lang am Tag soll das Bewusstsein ohne Inhalt sein.

Das verjüngt und erfrischt. Es setzt neue Energiequellen frei. Wieder zurück in der Welt wird man jünger, frischer und lernfähiger sein, mit mehr Staunen in den Augen und mehr Ehrfurcht im Herzen.

Wir stehen unter dem Druck lebenslang lernen zu müssen. Gleichzeitig besteht die alte Angewohnheit, nicht dazu lernen zu wollen und nichts mehr aufnehmen zu können und das treibt die Menschen in den Wahnsinn.

Der moderne Verstand ist völlig überladen und überlastet, weil niemandem mehr Zeit gelassen wird, die vielen Eindrücke zu verdauen und sie in das eigene Wesen zu integrieren.

Das ist der Punkt, wo der Meditation eine so bedeutsame Aufgabe wie niemals zuvor zukommt. Wenn dem Verstand keine Zeit gegeben wird, in Meditation zu ruhen, dann unterdrücken wir all die Botschaften, die ständig in uns einfließen. Wir weigern uns, dazu zu lernen. Wir sagen, wir haben keine Zeit.

Dann beginnen sich die Eindrücke und Botschaften anzuhäufen. Es entsteht Druck.

Wenn du nicht genügend Zeit hast, auf die Botschaften zu hören, die dein Denken ständig empfängt, dann beginnen sie sich anzuhäufen, genau wie Akten, die sich auf deinem Tisch aufstapeln - ein Stoß von Briefen, der sich auf deinem Tisch aufstapelt, weil du nicht genug Zeit hast, sie zu lesen und zu beantworten.

Genau so wird dein Denken überhäuft: So viele Akten, die darauf warten, dass du endlich in sie hineinschaust, so viele Briefe, die gelesen werden sollen, die beantwortet werden sollen, so viele Herausforderungen, die angenommen werden müssen, denen du dich stellen solltest.

In deinem Verstand wartet eine Schlange an zu erledigenden Aufgaben, die immer weiter wächst. Je länger die Schlange wird, desto weniger und immer weniger Raum hast du selbst. Je länger die Schlange, desto mehr und mehr Lärm ist in dir, denn alles, das du angehäuft hast, ruft nach deiner Aufmerksamkeit.

Osho, aus einer unbekannten Quelle




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